Wie sich der Bildungsweg entwickelt, entscheidet sich in vielen Fällen nicht erst mit der Zeit, sondern bereits mit dem Eintritt in die Grundschule, die einen großen eigenständigen ganzheitlichen Bildungsauftrag hat. Grundsätzlich soll jedes Kind gleiche Bildungschancen haben, aber dennoch wird nicht jedes von der Grundschule anschließend auf ein Gymnasium wechseln können, was vor allem mit der persönlichen Begabung und leider auch häufig den finanziellen Möglichkeiten der Familie zusammenhängt. Das fängt bereits beim Schulanfang an, da sich die Schultüten aufgrund ihrer Größe, Farbe und ihres Inhalts stark voneinander unterscheiden. Wer arm ist, wird arm bleiben? Auch, wenn Kindern, die in armen Verhältnissen aufwachsen, ein Weg zur Bildung ermöglicht werden soll, ist das leider nicht immer möglich. Das liegt vor allem auch daran, dass viele erweiterte Kurse und Angebote, Bücher etc. von den Eltern nicht finanziert werden können, ganz abgesehen von Privatschulen oder späteren Studiengebühren. Genau aus diesem Grund darf die Grundschule die Kinder nicht nur auf den weiteren Bildungsweg in einem Gymnasium vorbereiten, da andere anschließend auch auf die Real- oder Hauptschule gehen. Wichtiger ist, nicht auf die Gruppe, sondern auch auf einzelne Schüler einzugehen, weshalb die Grundschulklassen aus maximal 20 Schülern bestehen sollten. Lernschwachen Kindern sollten Förder- und Nachhilfprogramme angeboten werden, damit Sie sich nicht ausgestoßen oder dumm fühlen. Man muss seinem Kind klar machen, dass es auch etwas Wert ist und erreichen kann, wenn es nach der Grundschulzeit auf die Realschule wechselt. Kinder sollen das Gefühl haben, wichtig zu sein und später in ihrem Traumberuf arbeiten zu können, egal ob sie sich dabei z.B. mit Büromaterial, Backwaren, Mechanik, Haaren oder Markisentüchern beschäftigen wollen. Wie es in Zukunft dann weitergeht, ist Kindern im Alter von sechs oder sieben Jahren, wenn Sie in die Schule kommen, zum Glück noch weitestgehend egal und das ist auch gut so. Denn Bildung erlangen sie noch früh genug, egal in welche Richtung sie diese anschließend verschlägt.
Geschrieben von: Martina